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Teil des Ganzen

Sinnend blick‘ ich zu  den
Sternen –
weit hinein ins ferne All …
Geheimnis in den
dunklen Fernen –
Ungewissheit – überall.

Hier wie dort die
offnen Fragen:
Kann die Erde es ertragen,
dass ihr Antlitz mit der Zeit
einer offnen Wunde gleicht?

Wer weiß, ob die Zeit
noch reicht?

Dummheit, Blindsein,
Völkerstreit,
wildes – kurz geplantes
Rauben:
Lebt der Mensch denn
in dem Glauben ,
er allein sei  Ziel
und Zweck,
alles and’re bill’ger Dreck?

Uns’re Tiere, all die Pflanzen:
Sie gehören doch
zum Ganzen;
sind so wichtig; –

wir als Gast
tragen doch die
schwere Last
uns’re Erde recht zu nutzen.
Sollten wir sie denn
nicht stutzen:
Auswüchse aus
Habsucht, Neid?!

Was ist denn das
größ’re Leid?
Sinnvoll – mit Verzicht
wohl auch –
brechen mit dem
alten Brauch:
Wir sind alles  –
Tiere nicht …
Wo bleibt denn
das Gleichgewicht,
das Natur aus weiser Sicht
uns vermittelt
und verspricht.
Das Gesetz heißt:
Ausgewogen.
Wir sind sicher
nicht betrogen,
achten wir Leben
ganz global:

Ausbeutung führt
zu eig’ner Qual.

Gabriele Böhning