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GOETHE IN ITALIEN

Er flieht ins Land wo die Zitronen blühn
Wo er Historie trifft und Hochkultur
Verlässt sein Bürgertum – ist grün und kühn
Kommt seinen Ursprungswurzeln auf die Spur.

Der schöne David schlägt ihn in den Bann
Ein Medici neigt sich dem Sucher zu
Selbst Göttin Venus tut das was sie kann
Doch seine Seele findet keine Ruh.

Erliegt Verführung, die man ihm verspricht
Auf Taschenspielerei lässt er sich ein
Herzbube lockt – jedoch Herzdame sticht
Sie gibt sich ihm – doch nur zum schönen Schein.

Zitronengelb orangenrote Lust
Umschwirrn und lähmen seinen hohen Mut
Dies Lärmgeschrei – er hat es nicht gewusst
Was dolce vita mit dem Träumer tut.

So wie einst Goethe schwemmt´s uns heut dahin
Wo Schönheit – Vielfalt – auch Morbides lauert
Wir geben Reisegier und Sehnsucht Sinn
Solange wie Italia bella dauert.

Gila Gordon